T6A2 / B6A2 / T6A2 mod / B6A2 mod
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T6A2 |
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Im Jahre 1985 baute das CKD Werk in Prag die ersten beiden Prototypen vom Typ T6A2 unter der CKD-Fabriknummer 175240 und 175241. In Prag erhielten beide Wagen die CKD-Wagennummern 0020 und 0021 und es wurden umfangreiche Testfahrten im gesamten Prager Straßenbahnnetz durchgeführt. Im selben Jahr gelangte der Zug nach Dresden.
Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) interessierte sich für diesen Fahrzeugtyp, da mit ihm mehrer Zugkombinationen möglich waren (T6) (T6+B6) (T6+T6) (T6+T6+B6). Die erste Lieferung erfolgte 1988 an die damalige BVB und es wurden bis 1991 insgesamt 118 Triebwagen ausgeliefert. Ab 03.01.1989 wurden die ersten Wagen in Doppeltraktion auf der damaligen Linie 6 zwischen Betriebshof Marzahn und Leninallee/Dimitroffstraße eingesetzt. Später erfolgten auch die ersten Großzugeinsätze auf den Linien 18 (Ahrensfelde - Stadion der Weltjugend), 18E (Marzahn, Henneckestraße - Leninallee/Dimitroffstraße), 63 (Hohenschönhausen, Zingster Straße - Hackescher Markt) und 63E (Hohenschönhausen Zingster Straße - Leninallee/Dimitroffstraße). Stationiert waren alle Wagen vom Typ T6A2 bis 1990 auf dem Betriebshof Marzahn. Ab 1990 erfolgten auch die ersten Einsätze vom Betriebshof Köpenick auf der damaligen Linie 16 zwischen Hohenschönhausen, Zingster Straße und Krankenhaus Köpenick mit der Zugkombination T6/B6. Ab 1991 wurden die T6-Züge auf den Linien 4, 6, 14, 16, 18, 18E, 63 und 63E eingesetzt.
Der Triebwagen 218 112-6 und der Beiwagen 268 221-7 bekamen 1991 Probeweise eine Matrix-Anzeige, sowie eine automatische Haltestellenansage und fuhren gelegentlich auf den Linien 12 und 63. Bereits ein Jahr später, im Jahre 1992, wurden beide Probewagen zusammen mit dem Triebwagen 218 143-1 nach Mittenwalde zur Modernisierung überführt. Bis 1996 wurden alle 118 Triebwagen in Mittenwalde modernisiert.
Ab 1992 wurde das neue 4-stellige Wagennummernsystem eingefügt. Die Änderung sah bei den Wagen vom Typ T6A2 wie folgt aus:
218 101-3 -> 8101 ............ 218 218-4 -> 8218
Die neue Wagennummer wurde aber nur bei wenigen Wagen angebracht.
Ab Februar 1993 erfolgten auch vom Betriebshof Niederschönhausen die ersten T6A2/B6A2 Einsätze auf der damaligen Linie 49 (Buchholz - Hackescher Markt). Da die Stromversorgung in Bereich Pankow noch nicht komplett auf Tatrabetrieb umgestellt war, wurden bei den Niederschönhausener Zügen die 7. Anfahrstufe blockiert. Diese Blockierung entfiel ab 1995 wieder.
Am 13. 07. 1996 fand mit den Großzügen 218 161-6 + 218 163-3 + 268 248-3 und 218 156-0 + 218 157-7 + 268 225-5 die Abschiedsfahrt mit den Altbau T6-Zügen auf den Linien 6 (Hellersdorf, Riesaer Straße - U-Bhf. Schwartzkopffstraße) und 8 (Ahrensfelde - U-Bhf. Schwartzkopfftstraße) statt.
Die ersten zwei Triebwagen vom Typ T6A2 mit den Nummern 218112 und 218143, sowie der erste Beiwagen vom Typ B6A2 mit der Nummer 268221 gingen Ende 1992 zur Modernisierung zur Mittenwalder Gerätebau GmbH.
In Mittenwalde wurden die alten Wagenkästen komplett entkernt und wurden zu allererst gründlich sandgestrahlt. Anschließend erhielten die Wagenkästen eine komplette Neulackierung nach dem neuen Farbschema der BVG in Sonnengelb/Grau/Weiß. Nach der Neulackierung begann der komplett neue Innenausbau mit neuer Elektrik, Bestuhlung, neuem Fußboden und neuer Deckenverkleidung. Es wurden alle 118 Triebwagen in Mittenwalde modernisiert.
Folgende Neuerungen wurden durchgeführt:
- neuer Fußboden
- neue Bestuhlung im Fahrgastraum
- ANNAX-Zielanzeige vorn und hinter der 1. Tür
- ANNAX-Liniennummernanzeige am Heck
- neue optische und akustische Haltestellenanzeige bzw. ansage
- neue Außenschwenktüren
- neue Türöffner innen und außen (innen mit Haltewunsch)
- neue Fahrerkabine mit neuem ergonomischen Fahrersitz und neuem Pult
- Sollwertgeber (Fahr- und Bremsstufen) statt Pedalen
- Fahrersitz mit Sitzheizung
- Frontscheibenheizung
- elektrisch verstellbarem Außenspiegel
- IBIS-Gerät für die Fahrgastinfo und ANNAX
- veränderten Entstörpult, jetzt links hinter dem Fahrer
- Sicherungskasten jetzt in der Fahrerkabinenrückwand
- neue Front- und Heckleuchten
- elektrischer Einholmstromabnehmer
Am 22. 12. 1993 wurden die Wagen 5112 und 5143 offiziell auf dem Betriebshof Marzahn der Presse vorgestellt. Nach festlichen Ansprachen und ausgiebiger Besichtigung durch die anwesenden Gästen, erfolgte die erste Präsentationsfahrt vom Betriebshof Marzahn zur Riesaer Str und wieder zurück.
Da zuerst das Fahrpersonal auf den Zügen ausgebildet werden mußte, erfolgten die ersten Fahrgastfahrten ab Ende Januar 1994, noch mit Fahrlehrern, im Frühberufsverkehr auf der Linie 50 (Buchholz Kirche - U Schwartzkopffstr) mit den Wagen 5112 und 5143. Da auch gleichzeitig die Beiwagen in Mittenwalde modernisiert wurden, erfolgte in Niederschönhausen, nach anfänglichen Schwierigkeiten, die ersten Einsätze in der Kombination T6A2 mod + B6A2 mod ab etwa II.Quartal 1994.
Die Wagen wurden von Anfang an auf den Betriebshöfen Niederschönhausen und Schöneweide/Köpenick stationiert. Nachdem die ersten Fahrer ausgebildet wurden und weitere Wagen von Mittenwalde kamen, erfolgten auch verstärkte Zugeinsätze der neuen Mod-Züge auf den Linien 26 und 50.
Eingesetzt werden die Wagen in den Kombinationen T6; T6+T6 und T6+B6.
Der Einsatz der Wagen vom Betriebshof Niederschönhausen endete am 01. 10. 2000 und wurden dort zuletzt auf den Linien 50, 52 und 53 eingesetzt.
Im Jahre 2001 fanden einige Einsätze auch vom Betriebshof Marzahn auf der Linie 28 (Falkenberg - S Schöneweide) statt.
Am 06. 12. 2007 fand die offizielle Abschiedsfahrt der BVG von den Typen T6A2mod und B6A2mod statt.
Der letzte Fahrgasteinsatz vom Typ T6A2mod fand am 08. 12. 2007 auf der Linie 62 mit den Wagen 5116 und 5168 statt.
Im November 2007 wurden die ersten beiden T6A2mod (5206 + 5209) nach Stettin überführt. Es sollen insgesamt 32 Wagen nach Polen überführt werden.
Technische Daten (T6A2):
Hersteller mechanischer Teil |
CKD Prag |
Hersteller elektrischer Teil |
CKD Trakce |
Länge über Plattform |
14 500 mm |
Wagenkastenbreite |
2 200 mm |
Drehzapfenabstand |
6 700 mm |
Achsabstand im Drehgestell |
1 900 mm |
Sitzplätze |
28 |
Stehplätze |
106 |
Motorleistung |
4 x 45 kW |
Steuerung |
Thyristor (TV-3) |
Fahrstufen |
7 |
Bremsstufen |
7 |
Bremsarten |
- elektrodynamische Widerstandsbremse - Federspeicherbremse - Magnetschienenbremse |